
Die verschiedenen Hauttypen
Sie kennen das sicherlich aus Ihrer täglichen Praxis: Ein Kunde wünscht Beratung zu einem Hautpflegeprodukt und beschreibt seine Haut als „Hauttyp trocken“. Eigentlich ist der Hautzustand gemeint! Eine häufige Verwechslung.
Mit Hautzustand bezeichnet man den Fettund Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Zwei wichtige Hautfaktoren, die wesentlich über die Art der Hautreinigung sowie die geeigneten Pflegeprodukte entscheiden. Bei den Hautzuständen werden drei Grundformen unterschiede
- Normale Haut
- Fettige Haut
- Trockene Haut
Darüber hinaus spricht man noch von „Mischhaut“ und „empfindlicher Haut“ als besondere Hautzustände, auf die im Weiteren auch eingegangen wird.
Normale Haut
Normale Haut beschreibt einen Hautzustand, der dermatologisch als ideal zu bezeichnen ist. Ähnlich der gesunden Kinderhaut, verfügt die normale Haut über ein physiologisch ausgewogenes Verhältnis von Fett (Talg und Lipide) sowie Feuchtigkeit (Wasser und Schweiß).Der natürliche Säureschutzmantel ist intakt.
Diese Haut ist gegenüber den normalen alltäglichen Belastungen gut geschützt und wenig pflegeintensiv. Trotzdem sind Pflegeprodukte auch bei normaler Haut angeraten: Sie erhalten die Haut gesund, widerstandsfähig, elastisch und beugen der Hautalterung vor. Als Pflegeprodukte bei normaler Haut sollten Lotionen wie z. B. Excipial® U Hydrolotio empfohlen werden, da sie hydratisierend wirken und nur über einen geringen Lipidgehalt verfügen.
Ganz besonders im Winter kann z. B. durch trockene Heizungsluft normale Haut gestresst werden. Es besteht die Gefahr der Austrocknung, dann ist Pflege mit Schutz besonders angesagt!
Fettige Haut
Haut kann so individuell in ihren Ansprüchen sein. Fettige Haut ist leicht zu erkennen: Sie wirkt je nach Ausprägung ölig glänzend, eher blass und großporig. Fettige Haut geht besonders mit Unreinheiten wie Mitessern oder Pickeln einher. Darüber hinaus weist sie eine verdickte Hornschicht auf.
Wichtig ist hier in erster Linie die Reinigung der Haut. Ziel ist es, das Keimwachstum zu hemmen, um dem Entstehen der bereits erwähnten Hautunreinheiten entgegen zu wirken.
Bei fettiger Haut / Akne ist der Gang zum Dermatologen zu empfehlen.
Trockene Haut
Trockene Haut ist in unserer Bevölkerung sehr weit verbreitet: Schätzungsweise sind je nach Alter zwischen 20 und 50 % davon betroffen. Kennzeichen trockener Haut Trockene Haut ist gekennzeichnet durch eine raue, glanzlose und spröde Oberfläche. Damit einher gehen verminderte Elastizität, Spannungsgefühl, Brennen und Juckreiz. Darüber hinaus neigt sie zu verstärkter Rötung, Schuppenbildung, Hauteinrissen und/oder Entzündungen, in ausgeprägten Fällen sogar zur Ekzembildung. Die Ausprägung von Hauttrockenheit ist nicht überall am Körper gleich, sondern stark abhängig von der Körperstelle.
Ursachen trockener Haut Für die Entstehung trockener Haut ist ein Mangel an Fett und Feuchthaltefaktoren verantwortlich, der durch innere oder äußere Ursachen bedingt sein kann:
Zu den inneren Faktoren gehören:
- Erbliche Veranlagung
- Zunehmendes Alter
- Hormonelle Einflüsse
- Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Schuppenflechte)
- Innere Erkrankungen (z. B. Diabetes, Nierenerkrankungen)
Stress und psychische Belastung können die Haut ebenfalls irritieren.
Zu den äußeren Faktoren zählen:
- Umwelteinflüsse
- Ultraviolette Strahlung (z. B. Sonne)
- Kälte
- Trockene Heizungsluft
- Falsche Waschgewohnheiten
- Reizung durch den ständigen Umgang mit belastenden Stoffen (Beruf/Haushalt)
- Medikamenteneinnahme
Mischhaut
Der Hautzustand „Mischhaut“ ist gar nicht so selten anzutreffen. Fast ein Viertel der Bevölkerung weist diesen Hautzustand auf, bei dem sowohl trockene als auch fettige Hautpartien vorliegen.
Dieser Hautzustand ist genetisch bedingt. Er stellt jedoch grundsätzlich keine krankhafte Erscheinung dar. Besonders auffällig ist Mischhaut im Gesicht. Kosmetisch spricht man von der sog. T-Zone, bei der auf Stirn, Nase und Kinn aufgrund von erhöhter Talgproduktion fettige und großporige Hautareale bestehen. Die Wangenregion weist jedoch eine trockene, spröde Haut auf, die zu Rötungen, Spannungen und Schuppung neigt.
Mischhaut ist aber auch am ganzen Körper vorzufinden. Trockene Regionen sind häufig dort anzutreffen, wo naturgemäß der Anteil der Talgdrüsen geringer ausgeprägt ist (z. B. an den Ellenbogen oder den Knien). Gerade die trockenen Hautstellen benötigen besondere Pflege durch Hydratisierung und Zufuhr von Lipiden. Empfehlen Sie in solchen Fällen Exicipial® U Lipolotio, bei sehr trockener Haut mit Schuppung Excipial ® U10 Lipolotio.
Empfindliche Haut
Als empfindliche Haut ist fast jeder Hautzustand zu bezeichnen, der vom Normalzustand abweicht. Es handelt sich um eine anlagebedingte oder erworbene gesteigerte Reaktionsfähigkeit (z. B. bei Verwendung hautirritierender Inhaltsstoffe) der Haut.
Es zeigen sich Hautveränderungen wie Schuppung; die Betroffenen äußern häufig Trockenheits- und Spannungsgefühle auf der Haut. Empfindliche Haut ist besonders von Austrocknung bedroht – gerade im Winter draußen bei kaltem, trockenem Wetter oder drinnen durch Heizungsluft. In beiden Fällen ist hierfür eine zu geringe Luftfeuchtigkeit verantwortlich.
Trockene Hautpartien sollten durch eine angemessene Feuchtigkeits- und Lipidzufuhr versorgt werden. Hier bieten sich je nach Grad der Hauttrockenheit Excipial® U Lipolotio und die neue Excipial® U10 Lipolotio (Urea-Anteil 10 %) als Apothekenempfehlung an.
Bei besonders trockener, empfindlicher Haut – insbesondere auch bei Kindern – hat sich Excipial® Madelölsalbe bewährt. Sie schützt nachhaltig, bietet eine intensive Pflege durch den sehr hohen Anteil an Mandelöl und ist frei von Konservierungsstoffen.
