Handekzeme

Handekzeme zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen und können in jedem Lebensalter auftreten. Im Berufsleben ebenso wie im Haushalt, aber auch in der Freizeit, ist die Haut der Hände besonderen Strapazen ausgesetzt. Mechanische Beanspruchung und Reagenzien sind erklärte Feinde der Hautgesundheit. Handschutz hat Priorität! Da das Tragen von Schutzhandschuhen häufig nicht möglich ist, bzw. selbst zu Hautreizungen (z.B. Latexhandschuhe) führt, sind geeignete topische Maßnahmen indiziert. Wobei hier nicht ausschließlich auf den Hautschutz, sondern auch auf hautphysiologisch gerechte Reinigung und entsprechende Regeneration geachtet werden muss.

Wer ist besonders gefährdet?

Abhängig von verschiedenen Berufsgruppen finden sich Handekzeme vor allem bei Arbeiten im Feuchtbereich, wie bei Hausfrauen, im Friseurhandwerk, in Reinigungs-, Heil- und Pflegeberufen. Betroffen sind vor allem Personen mit der Veranlagung zu Allergien, da deren Haut ohnehin empfindlicher gegenüber äußeren Belastungen und in stärkerem Maße sensibel reagiert. Aber auch die nicht vorbelastete, normale Haut ist gefährdet. Wenn die wiederholte äußere Belastung das Reparaturvermögen der Haut übersteigt, wird auch normale Haut geschädigt.

Welche Substanzen können zu Handekzemen führen?

Waschaktive Substanzen (insbesondere Spül- und Reinigungsmittel sowie Seifen), aber auch Desinfektionsmittel und Wasser selbst sind als Auslöser für Handekzeme in Beruf und Haushalt weit verbreitet. Bei bestimmten Berufen erweitert sich das Spektrum um Lösungsmittel und spezielle Allergene, wie Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe bei Bäckern oder Haarfarben, Dauerwellen- und Fixiermittel im Friseurhandwerk.

Wie sieht ein Handekzem aus?

Erste Anzeichen für ein Abnutzungsekzem sind Hauttrockenheit, Rötung, Bläschen, kleine Einrisse, Brennen und zunehmender Juckreiz vor allem an den Hand- und Fingerrücken sowie den Unterarmen. Im späteren Stadium sind auch die Handinnenflächen betroffen.

Wie können Schädigungen der Hände verhindert werden?

An erster Stelle steht das Vermeiden des Hautkontaktes mit dem Schadstoff, z. B. durch das Tragen von Handschuhen. Ist dies nicht oder nur unzureichend möglich, sollten - auch wenn die Haut gesund ist - regelmäßig geeignete Hautschutzmaßnahmen ergriffen werden.

Hautschutz muss konsequent betrieben werden, um wirksam sein zu können. Hautschutzmaßnahmen sollten daher nicht nur im Beruf, sondern auch im Haushalt und in der Freizeit durchgeführt werden!

Hautschutz bedeutet das Vermeiden des Hautkontaktes mit einem Schadstoff. Wenn das Tragen von Handschuhen nicht oder nur unzureichend möglich ist, sollte regelmäßig eine spezifische Hautschutzcreme verwendet werden. Hautschutzprodukte können nicht generell gegen alle schädigenden Substanzen wirken. Zum Schutz der Haut vor Reinigungsmitteln dienen auch heute noch meistens wasserunlösliche, fettende Salben. Gerade diese Salben werden jedoch oft nicht regelmäßig verwendet, da sie einen Fettfilm oder Abdrücke hinterlassen und den Griff beeinträchtigen.

Hautreinigung ist die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung von  Hautschutzmaßnahmen! Hautschutz- bzw. Hautpflegecremes können nur dann optimal wirken, wenn Verschmutzungen und Schadstoffe zuvor entfernt wurden. Die Hautreinigung sollte möglichst schonend erfolgen und dem Verschmutzungsgrad angepasst sein. Die Haut darf durch das angewendete Produkt nicht zusätzlich ausgetrocknet oder sogar angegriffen werden. Wenn möglich, sollte deshalb auf Produkte mit Reibe- oder Lösungsmitteln verzichtet werden. Vorteilhaft ist die Anwendung milder waschaktiver Substanzen, da hiermit die Hautverträglichkeit optimiert und der pH-Wert auf die Haut eingestellt werden kann.

Belastete Haut benötigt aktive Regeneration, um sich von der Einwirkung von Schadstoffen zu erholen und die natürliche Barrierefunktion wieder herzustellen. Pflegeprodukte erhöhen die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Haut. Glycerin verbessert die Hautfeuchtigkeit und stärkt die Regeneration der Hornschicht. Zur Korrektur der Barriereschädigung werden Omega-Fettsäuren z. B. aus Nachtkerzensamenöl und Jojobaöl, das zusätzlich die Elastizität der Haut erhöht, eingesetzt. Durch die Kombination von Pflegekomponenten und Feuchthaltefaktoren werden die Erholungsphasen der Haut unterstützt und die natürliche Schutzfunktion verstärkt.