
Prävention
Präventive Maßnahmen spielen eine Schlüsselrolle beim Management von Handekzemen und anderen beruflich bedingten Hauterkrankungen. Dabei unterscheidet man zwischen primären, sekundären und tertiären Maßnahmen.
Die primäre Prävention dient der Vorbeugung von Krankheiten bei Hautgesunden. Dazu gehören arbeitsmedizinische Untersuchungen für Beschäftigte, die Feuchtarbeiten verrichten. Ebenso sind in der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 401 Anforderungen hinsichtlich der Gefährdung der Haut bei Tätigkeiten mit hautgefährdeten und hautresorptiven Gefahrstoffen einschließlich der Feuchtarbeit formuliert. Im Rahmen der personenbezogenen Schutzmaßnahmen zählt die Verwendung von Hautschutzmitteln zu den wesentlichen Präventionsmaßnahmen. Bei der Auswahl der richtigen Hautschutzmaßnahme ist eine gründliche Analyse der Hautbelastung am Arbeitsplatz notwendig. Um einen umfassenden Hautschutz zu gewährleisten, steht ein dermatologisch integratives Hautschutzkonzept zur Verfügung. Wobei hier nicht ausschließlich auf den Hautschutz, sondern auch auf hautphysiologisch gerechte Reinigung und entsprechende Regeneration der Haut geachtet werden muss. Hier ist ein Hautschutz-Konzept mit aufeinander abgestimmten Komponenten die Lösung.
Die sekundäre Prävention dient der Früherkennung und rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen bei berufsbedingten Hauterkrankungen. Hierbei kommt auch dem Hautarztverfahren eine besondere Rolle zu. Dieses Verfahren schafft eine gemeinsame Grundlage für Hautärzte und Unfallversicherungsträger, um schnelle Maßnahmen ergreifen zu können und somit einer Berufskrankheit vorzubeugen. In diesen präventiven Bereich gehören neben konkreten Hautschutzmaßnahmen auch Empfehlungen zu Hautschutzzentren sowie die Teilnahme an berufsbezogenen Hautschutzseminaren, welche erfolgreich und flächendeckend etabliert sind.
Die tertiäre Prävention dient der Vorbeugung nach Behandlung einer Berufsdermatose. Dabei wird auf die Begrenzung der Erkrankungsfolgen und auf die Vermeidung von Rezidiven ein Augenmerk gelegt. All das zielt auf einen möglichst langen Berufsverbleib ab.
