Aufbau der Haut

Die Haut ist von außen nach innen aus mehreren Hautschichten aufgebaut, wobei die Hautschichten unterschiedliche Funktionen erfüllen. Der sog. Hydrolipidfilm, der die Haut vor Austrocknung schützt, setzt sich vor allem aus wässrigem Schweiß und fettigem Talg, dem Sekret der entsprechenden Drüsen zusammen. Es handelt sich um eine Emulsion, die der Abwehr von Schadstoffen dient.

Die wässrige Phase mit einem pH-Wert zwischen 5,4 und 5,9 enthält natürliche Feuchthaltesubstanzen (engl. natural moisturizing factors, NMF). Die Neutralisationsfähigkeit gegenüber alkalischen Lösungen ist beträchtlich, jedoch abhängig von Alter und Hautzustand. Die Hornschicht (Stratum corneum) kann man sich am besten mit dem Ziegelstein-Mörtel-Modell vorstellen:

Die Ziegelsteine sind tote Hornzellen. Der Mörtel, der die Hornzellen zusammenhält, besteht zum größten Teil aus Lipiden. Die Hornschicht verhindert das Eindringen von fremden Stoffen und verringert den Wasserverlust durch die Haut und bildet somit die eigentliche Barriere. Die daran anschließenden Zellschichten aus lebenden Zellen bilden zusammen mit der Hornschicht die Oberhaut (Epidermis). In dieser Schicht wird das Melanin gebildet. Es kann, die durch UV-Strahlung entstehenden, freien Radikale bis zu einem gewissen Maß absorbieren. In der Epidermis liegen auch die Langerhanszellen, die bei Bedarf den Abwehrmechanismus aktivieren. Zudem weist diese Hautschicht als einzige keine Blutgefässe auf.

Die Lederhaut (Corium oder Dermis), die in unterschiedlichen Mengen Wasser aufnehmen kann, was ein mehr oder weniger straffes Aussehen bedingt, enthält Bindegewebsfasern. Diese bewirken die Elastizität der Haut bei Dehnung. Reißen diese Fasern, was z. B. in der Schwangerschaft vorkommen kann, so entstehen irreversible Streifen. Das Unterhautfettgewebe schützt durch die eingelagerten Fettzellen vor allem vor Kälte und dient zusätzlich der Abpolsterung gegenüber Stößen.

Die Unterhaut (Subcutis) wird von traubenförmigen Fettzellhaufen besetzt. Sie speichern beinahe das gesamte Fett im Körper. Die Unterhaut durchziehen auch dickere Nervenfasern sowie größere Blutgefäße, welche die Haut mit Sauerstoff und Nahrung versorgen.